Antidot
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Loslegenvon griechisch: αντιδοτοσ - dagegen gegeben
Synonyme: Gegengift, Antitoxin
Englisch: antidote
Definition
Unter einem Antidot versteht man eine Substanz, die ein Gift inaktivieren oder dessen Wirkung herabsetzen bis aufheben kann. In der Medizin werden Antidote im Rahmen von Vergiftungen eingesetzt.
Bei Schlangengiften wird das Antidot auch als Antivenin bezeichnet.
Einteilung
Man unterscheidet zwei Typen von Antidoten:
- Dekorporierungsantidot: bindet direkt an Gift und neutralisiert es
- Funktionelles Antidot: bindet nicht an Gift direkt, wirkt jedoch entgegengesetzt und schwächt dadurch die Wirkung ab
Die Wirkung aller Antidote erfolgt entweder durch chemische Reaktionen bzw. biochemische Mechanismen (z.B. Blockierung eines Rezeptors) und/oder physikalische Effekte.
Beispiele
Die mit Abstand häufigsten Vergiftungen sind Medikamentenvergiftungen.
Vergiftung
Die Gabe eines Antidots ist nur eine von mehreren erforderlichen Maßnahmen bei einer Vergiftung. Zusätzlich können erforderlich sein:
- Sicherung der Vitalfunktionen
- primäre Giftelimination (Vorsicht: in vielen Fällen nicht sinnvoll!)
- ggf. Magenspülung
- ggf. provoziertes Erbrechen, z.B. mit Ipecacuanha-Sirup
- ggf. Gabe von Aktivkohle
- ggf. Laxantien, forcierte Diarrhö
- sekundäre Giftelimination
- Urin-Alkalisierung
- forcierte Diurese
- Hämodialyse oder Hämoperfusion