Salbutamol
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LoslegenSynonym: Albuterol
Definition
Salbutamol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika und wird bei der Behandlung von Asthma bronchiale und der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) bisher als Racemat eingesetzt.
Chemie
Salbutamol besitzt ein Phenethylamin-Grundgerüst. Im Vergleich zu Adrenalin, dem physiologischen Liganden des Beta-2-Adrenozeptors, ist die Hydroxygruppe in Position 3 des Catechol-Rests durch eine Hydroxymethylgruppe ersetzt (group shift). Dadurch wird die Metabolisierung durch die Catechol-O-methyltransferase behindert, was die Wirkdauer verlängert. Außerdem ist am Amin-Stickstoff die Methylgruppe gegen eine sterisch anspruchsvolle tertiäre Butylgruppe ausgetauscht, wodurch die relative Beta-2-Selektivität erreicht wird.
Wirkung
Salbutamol wirkt vor allem auf Organe, die eine hohe Dichte an Beta-2-Rezeptoren aufweisen. Dazu gehören unter anderem die Bronchien. Hier führt Salbutamol zu einer Entspannung der glatten Muskulatur, was zu einer Erweiterung der Bronchien führt und die Atemnot verringert.
Racemat
Die R-Isomer von Salbutamol wirkt stärker, wird aber im Gegensatz zur S-Isomer schneller abgebaut. Die S-Form soll Entzündungsprozesse fördern und die Wirkung der R-Form blockieren. Dieser Effekt zeigt sich erst bei entsprechend hoher Dosierung und bietet eine mögliche Erklärung für eine vorkommende Therapieresistenz. Nach i.v.-Bolusgabe des racemischen Salbutamols bei schweren Formen eines akuten Asthmaanfalls kommt es nach anfänglicher Verbesserung der Hyperkapnie und der daraus resultiernden respiratorischen Azidose zu einer Laktat-Akkumulation im Blut. Der klinische Zustand des Patienten lässt sich bei einer Laktatazidose durch den Stopp der Salbutamolzufuhr verbessern.
Kontraindikationen
Beim Vorliegen folgender Krankheiten ist eine Einnahme von Salbutamol kontraindiziert:
- Hyperthyreose
- Tumoren des Nebennierenmarks
- Grüner Star (Glaukom)
- Tachyarrhythmie
- Kardiomyopathie
- schwere Koronare Herzkrankheiten
- Leberinsuffizienz
- Niereninsuffizienz