Psoriasis vulgaris
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Loslegenvon lateinisch: vulgaris - gewöhnlich, häufig
Synonym: Plaque-Psoriasis
Englisch: plaque psoriasis, psoriasis vulgaris
Definition
Epidemiologie
Die Psoriasis vulgaris ist die verbreitetste Form der Psoriasis. Sie tritt bei etwa 85-90 % der Erkrankten auf.
Einteilung
Man unterscheidet zwei Typen der Psoriasis vulgaris:
- Typ I: Er liegt in etwa 60–70 % der Fälle vor und manifestiert sich vor dem vierzigsten Lebensjahr. Meist liegt eine familiäre Belastung vor. Bei der Psoriasis vulgaris vom Typ I liegen in etwa 95 % der Fälle Histokompatibilitätsantigene HLA-Cw 6 und HLA-Dr 7, sowie HLA-B 17 und HLA-B 57 vor, die auf dem kurzen Arm von Chromosom 6 liegen.
- Typ II: Er repräsentiert die Spätmanifestation, die in etwa 30–40 % der Fälle auftritt - häufig erst nach dem vierzigsten Lebensjahr. Sie verläuft meist milder als der Typ I. Eine familiäre Häufung und eine Kopplung an bestimmte Histokompatibilitätsantigene liegen hier nicht vor. Die Psoriasis vulgaris vom Typ II ist in der Regel mit einer Nagelpsoriasis oder einer Psoriasisarthritis verbunden.
Symptome
Die typischen und namensgebenden Hautveränderungen der Plaque-Psoriasis sind die fleckförmigen Krankheitsherde. Sie sind als leicht über das Hautniveau der Umgebung erhabene, gerötete und mit silbrig-weißen Schuppen bedeckte Hautareale erkennbar. Häufig sind sie an den Streckseiten der Extremitäten (Knie, Ellenbogen) sowie an der Kopfhaut und am Steißbein lokalisiert.
Klinische Formen
Bei der Plaque-Psoriasis können die Krankheitsherde unterschiedliche Formen annehmen. Nach dem klinischen Bild unterscheidet man u.a.:
- Psoriasis punctata (punktförmig)
- Psoriasis guttata (tropfenförmig)
- Psoriasis nummularis (münzgroß)
- Psoriasis anularis (ringförmig)
- Psoriasis gyrata (girlandenartig)
- Psoriasis geographica (landkarten-ähnlich)
- Psoriasis inversa (atypische Lokalisation)
Therapie
Je nach Klinik und PASI-Score werden verschiedene Therapieansätze zur Verbesserung der Symptome und Lebensqualität angewendet. Alle Patienten erhalten als Basistherapie die keratolytisch wirksamen Substanzen Harnstoff und Salicylsäure zur topischen Applikation. Zur Schmerzlinderung werden NSAR empfohlen.
Weiterhin kommen folgende topische Wirkstoffe in Frage:
- Calcineurininhibitoren: Pimecrolimus, Tacrolimus
- Glukokortikoide: Betamethason, Mometasonfuroat, Clobetasolpropionat
- Vitamin-D-Analogon: Calcipotriol
- Dithranol
Zusätzlich kann eine Phototherapie (UVB- oder PUVA-Therapie) erwogen werden. Bei schwerer Psoriasis (PASI > 10), Psoriasisarthritis oder unzureichendem Ansprechen auf Lokal- bzw. Phototherapie wird eine systemische Therapie empfohlen. Folgende Medikamente werden hierfür verwendet:[1]
Literatur
- S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris, Update 2017, abgerufen am 20.01.2020
Quellen
- ↑ Sbidian E et al. Systemic pharmacological treatments for chronic plaque psoriasis: a network meta-analysis, Cochrane Database Syst Rev. 2017 Dec 22;12:CD011535, abgerufen am 20.01.2020