Mosaikmuster
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LoslegenEnglisch: mosaic attenuation pattern
Definition
Als Mosaikmuster werden in der Computertomographie (CT) des Thorax landkartenartige Dichteunterschiede im Lungenparenchym bezeichnet.
Pathophysiologie
Ein Mosaikmuster entsteht durch:
- Milchglastrübungen in landkartenartiger Verteilung. Vermutlich häufigste Ursache. Beispiele: akute oder subakute Infektionen, Lungenödem, pulmonale Hämorrhagie
- obstruktive Erkrankungen der kleinen Atemwege, die aufgrund eines Air Trapping zu Arealen verminderter Lungendichte führen. Häufig sekundäre Hyperämie in angrenzenden, nicht betroffenen Bereichen. Beispiele: Bronchiektasien, Mukoviszidose, Bronchiolitis obliterans
- pulmonale Gefäßverschlüsse mit oligämischen und dadurch hypodensen Arealen ("Mosaikperfusion"). Beispiele: chronische Lungenembolie, chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH)
Differenzialdiagnostik
- Bei Erkrankungen der Gefäße oder der Luftwege sind die Zahl und das Kaliber der Gefäße in den Zonen verminderter Dichte geringer. Bei infektiös bedingten Milchglastrübungen sind die Durchmesser in den Zonen erhöhter und verminderter Dichte gleich.
- Eine Erweiterung der zentralen Lungenarterien lässt auf eine vaskuläre Ursache bzw. eine pulmonale Hypertonie schließen.
- Pathologisch erweitertete bzw. wandverdickte Atemwege in dichtegeminderten Arealen sprechen für eine obstruktive Erkrankung der kleinen Atemwege
- Liegen weitere Merkmale einer infiltrativen Erkrankungen vor (z.B. Crazy Paving, Noduli) sind fleckig verteilte Milchglastrübungen die häufigste Ursache für das Mosaikmuster.
- Werden hypodense Zonen in einer Exspirationsaufnahme verstärkt, handelt es sich um ein Air Trapping. Auf Zonen, die minderperfundiert sind, haben Expirationsaufnahmen hingegen keinen Effekt.
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Fachgebiete:
Radiologie
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