Tropicamid
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LoslegenHandelsnamen: Mydriacyl, Mydrum, Mydriaticum Stulln
Synonyme: (RS)-N-Ethyl-3-hydroxy-2-phenyl-N-(4-pyridylmethyl)propanamid
Englisch: tropicamide
Definition
Tropicamid ist ein Arzneimittel mit pupillenerweiternder Wirkung – also ein Mydriatikum. Als solches findet es Verwendung in der Diagnostik von diversen Augenerkrankungen. Es handelt sich um einen vollends synthetisch hergestellten Wirkstoff, der seine Wirkung durch Hemmung des Parasympathikus entfaltet (Parasympathikolytikum).
Chemie
Der Wirkstoff Tropicamid besitzt in seiner Strukturformel zwei Benzolringe und kann somit zu den aromatischen Verbindungen gezählt werden. Die chemische Summenformel lautet
- C17H20N2O2
und nach der korrekten chemischen Nomenklatur wird die Verbindung wie folgt bezeichnet: (RS)-N-Ethyl-3-hydroxy-2-phenyl-N-(4-pyridylmethyl)propanamid. Bei Zimmertemperatur liegt Tropicamid als weißer, pulverartiger Feststoff vor. Das Molekül enthält ein Stereozentrum, welches ihm einen chiralen Charakter verleiht. Tropicamid hat eine molare Masse von 284,35 g/mol.
Wirkungsmechanismus
Tropicamid hemmt die muskarinischer Acetylcholinrezeptoren des Parasympathikus, was zu einer Relaxation des Musculus sphincter pupillae führt. Folge ist eine Weitstellung der Pupille.
Nebenwirkungen
- Augenbrennen
- Anstieg des Augeninnendrucks
- Akkommodationslähmung
- akuter Glaukomanfall
- Tachykardie
- Mundtrockenheit