Patellaspitzensyndrom
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LoslegenSynonyme: Patellarspitzensyndrom, Springerknie
Englisch: jumper's knee, patellar tendinitis
Definition
Das Patellaspitzensyndrom ist eine chronische, schmerzhafte, degenerative Überlastungserkrankung am Knochen-Sehnen-Übergang (Insertionstendopathie) im Bereich der Kniescheibe (Patella).
Ursachen
Als Ursache des Patellaspitzensyndroms kommen immer wiederkehrende bzw. ungewohnte Zugbelastungen bzw. Zugbewegungen der Patellasehne in Frage, z.B. bei Sportarten wie Volleyball, Basketball, Hochsprung, Weitsprung, Gewichtheben, oder Joggen auf betonierten Wegen.
Ein wichtiger Faktor ist die Frequenz der Belastungen. Hinzu treten innere Einflüsse wie verminderte Dehnbarkeit, angeborene Bandschwäche oder Kniescheibenhochstand.
Symptome
Klassifikation nach Roels
- Grad 1: Schmerzen treten nach Beendigung der Belastung auf
- Grad 2: bei Beginn der Belastung Schmerz, während der Belastung schmerzfrei, nach Beendigung der Belastung Schmerz wieder vorhanden
- Grad 3: Andauernder Schmerz
- Grad 4: Riss der Patellasehne
Therapie
Konservativ
- Sofortiges Beenden der Belastungssituation (6 Wochen mindestens bis zu 3 Monaten), danach Belastung langsam steigern
- Therapeutischer Einsatz von Wärme, Kälte, Elektrostimulation
- Therapeutischer Einsatz von Ultraschall
- Massage
- Krankengymnastik
- Stoßwellentherapie
- Medikamente
- Lokale Instillation von Glukokortikoiden (Sehne darf nicht getroffen werden)
- NSAR, wie Ibuprofen oder Diclofenac
Operativ
Die operative Behandlung im Rahmen einer Arthroskopie erfolgt erst, wenn konservative Maßnahmen keinen Erfolg bringen. In Frage kommt die Entfernung von entzündlich verändertem Sehnengleitgewebe oder Sehnenanteilen.