Herztumor
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LoslegenSynonyme: kardialer Tumor, kardiale Raumforderung
Definition
Unter einem Herztumor ist eine extrem selten vorkommende Tumorerkrankung des Herzens zu verstehen. Im Zentrum der Krankheit steht dabei eine gut- oder bösartige Neubildung im Bereich des Herzens. Diagnostisch gilt es, primäre Herztumore von sekundären zu unterscheiden.
Einteilung
- Primärtumor: Er hat sein Ursprungsgebiet dort, wo er entdeckt wird. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass die Neoplasie ihren Ursprung im kardialen Gewebe nimmt.
- Sekundärtumor: Er hat sein Entstehungsgebiet in einer anderen Körperregion. Häufig handelt es sich um Metastasen anderer Tumoren, die sich im Herz ansiedeln.
Primäre Herztumoren
Grundsätzlich sind primäre Herztumore sehr selten. Dies liegt daran, dass Kardiomyozyten postmitotische Zellen sind. D.h. es findet nach der Embryogenese keine Zellteilung (Mitose) mehr statt. Dies macht das Auftreten von Tumoren unwahrscheinlich. Von den bekannten primären Herztumoren ist die überwältigende Mehrheit gutartig. Beispiele sind:
Primäre maligne Tumoren des Herzens (sortiert nach Häufigkeit) sind:
Bei Diagnosestellung eines primären Malignoms des Herzens finden sich in 3/4 der Fälle bereits Metastasen. Die Therapie ist dann fast immer palliativ.
Sekundäre Herztumoren
Hierbei handelt es sich praktisch immer um Metastasen anderer Krebserkrankungen. Häufige, ins Herz absiedelnde Tumorerkrankungen sind:
- Mammakarzinom
- Bronchialkarzinom
- Melanom
- Malignes Lymphom
Der Befall des Herzens erfolgt hämatogen, lymphogen oder von den Nachbarorganen (per continuitatem) einwachsend.