Gelbkörperschwäche
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenSynonym: Corpus-luteum-Insuffizienz
Definition
Eine Gelbkörperschwäche bezeichnet einen Defekt im Gelbkörper mit unzureichender Produktion von Progesteron. Sie kann Ursache einer hormonell bedingten Unfruchtbarkeit sein.
Symptome
- unregelmäßige Zyklen
- verkürzte Gelbkörperphase mit daraus folgender Polymenorrhö
- prämenstruelles Spotting
- prämenstruelles Syndrom
- unzureichend transformiertes Endometrium
- vorangegangene Fehlgeburten
- verminderte Fertilität bis hin zur Infertilität
- Uterusmyome
- Ovarialzysten
- Blasenschwäche
Ursachen
Bei einer Ovarialinsuffizienz wird die Gelbkörperschwäche durch einen dauerhaft erhöhten Prolaktinspiegel ausgelöst. Prolaktin stimuliert die Ausschüttung von Dopamin durch positive Rückkopplung. Der erhöhte Dopaminspiegel bewirkt nun nicht nur eine Hemmung der Prolaktinbildung, sondern er hemmt auch die Ausschüttung von GnRH, FSH und LH. Wie bei der Laktationsamenorrhoe ist nun die hormonelle Regulation des Menstruationszyklus gestört.
Ursachen für eine Ovarialinsuffizienz können frühere Infektionen der Eierstöcke; Funktionsstörungen der Nebennieren, der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse, sowie chronische Reizzustände im Darm sein.
Auch der Beginn der Wechseljahre und Umweltbelastungen gehen oft mit einem Progesteronmangel einher.
Kinderwunsch und Schwangerschaft
Die unzureichende Progesteronbildung des Gelbkörpers kann zum Ausbleiben der Einnistung oder zu einer Einnistung unter schlechten hormonellen Bedingungen und somit zu einem Frühabort führen. Grund dafür ist ein fehlerhafter Ablauf des luteoplazentaren Shifts. Zur Unterstützung der Gelbkörperfunktion werden meist Gestagene gegeben.