CADASIL
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LoslegenAbkürzung für: Cerebral Autosomal Dominant Arteriopathy with Subcortical Infarcts and Leukoencephalopathy
Definition
Das Akronym CADASIL bezeichnet eine autosomal-dominant vererbte, neuropsychiatrische Erkrankung aus dem Kreis der Leukenzephalopathien. Sie manifestiert sich meist im Alter zwischen dem 40. und 70 Lebensjahr und zeigt sich durch migräneartige Kopfschmerzen, Hirninfarkte mit fokalneurologischen Ausfällen sowie subkortikale Demenz und psychiatrische Auffälligkeiten.
Epidemiologie
Die Inzidenz der Erkrankung liegt bei etwa 5 Fällen pro 100.000 Einwohner.
Ätiologie
Der Erkrankung liegt eine Missense-Mutation im NOTCH3-Gen auf dem kurzen Arm von Chromosom 19 zugrunde. Das NOTCH3-Protein ist ein heterodimerer Membranrezeptor, der von der glatten Muskulatur der Blutgefäße exprimiert wird. NOTCH3 spielt eine wichtige Rolle bei interzellulären Signalwegen und bei der Zelldifferenzierung. Der Defekt führt zu einer Mikroangiopathie der Hirngefäße.
Symptome
- Migräneartige Kopfschmerzanfälle, die anfangs diagnostisch oft falsch eingeordnet werden
- häufige, kleinere Schlaganfälle mit fokalen neurologischen Ausfällen
- psychiatrische Auffälligkeiten
Mit zunehmender Schädigung des Marklagers und der Basalganglien kommt es im weiteren Verlauf zu Demenz, Bewegungsstörungen und Pseudobulbärparalyse.
Diagnostik
- MRT: Zeichen multipler Hirninfarkte
- molekulargenetischer Nachweis der Mutation
Verlauf
Der Verlauf ist sehr variabel und lässt sich individuell nicht vorhersagen.
Therapie
Zur Zeit (2020) gibt es keine effektive Therapie der Erkrankung. Durch Minimierung kardiovaskulärer Risikofaktoren lässt sich der Verlauf geringfügig beeinflussen, aber nicht aufhalten.