T-Zelldepletion
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenDefinition
Unter einer T-Zelldepletion wird ein Verfahren bezeichnet, dass zur Entfernung von T-Lymphozyten aus Blutstammzellpräparaten dient. Solche Präparate können aus Knochenmark oder eventuell Leukapherisat stammen. Ziel der T-Zelldepletion ist die Vermeidung einer Graft-versus-Host-Reaktion als Folge einer Stammzell- bzw. Knochenmarkstransplantation.
Vorteile
Das Verfahren der T-Zelldepletion erlaubt eine Transplantation von Bluttstammzellmaterial auch dann, wenn ein HLA-identischer Spender nicht vorhanden ist und die Komponenten daher normalerweise inkompatibel wären. Weiterhin ist die T-Zelldepletion geeignet, eine autologe Blutstammzelltransplantation von Patienten mit Autoimmunerkrankungen durchzuführen, wobei bei jedem Zyklus dann T-Lymphozyten entfernt werden und der Gehalt somit ein bestimmtes Level nicht übersteigen kann.
Prinzip
Es existiert eine ganze Reihe von technischen Varianten der T-Zelldepletion. Viele davon werden heute nicht mehr verwendet. Die derzeit am meisten verwendete Variante funktioniert wie folgt: Das gesamte Zellmaterial wird über spezifische Antikörper geleitet, die gegen das CD3-Antigen der T-Lymphozyten gerichtet ist. Die Antikörper sind weiterhin mit einem magnetischen Partikel versehen. So werden die T-Lymphozyten durch gleich zwei Mechanismen entfernt.
Stammzellanreicherung
Auch eine Anreicherung von Stammzellen mit spezifischen Antikörpern ist eine Form der T-Zelldepletion.