Sekundäre Nebenniereninsuffizienz
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LoslegenDefinition
Als sekundäre Nebenniereninsuffizienz bezeichnet man den Ausfall der Cortisolsekretion durch die Nebennierenrinde.
Ätiologie
Die sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz ist Folge einer verminderten Stimulation der Zona fasciculata durch eine insuffiziente ACTH- Sekretion der Hypophyse. Ursächlich ist eine
- Hypophyseninsuffizienz oder
- die nach Absetzen einer Glukokortikoidtherapie fortbestehende Unterdrückung der ACTH- Produktion. Zur Verhinderung dieser Behandlungskomplikation ist eine ausschleichende Absetzung von Corticoiden unerlässlich.
Aufgrund des fehlenden Stimulus kommt es auf längere Sicht zu einer Atrophie der Nebennierenrinde.
Klinik
Symptome der sekundären Nebenniereninsuffizienz sind:
- Hypotonie
- Hypoglykämie
- muskulärer Hypotonus
- gastrointestinale Beschwerden und Gewichtsverlust, sowie
- Blutbildveränderungen
Bei ursächlicher Hypophyseninsuffizienz sind i.d.R. weitere endokrine Störungen assoziiert.
Durch die verminderte ACTH-Produktion ist auch das melanozytenstimulierende Hormon (MSH) erniedrigt. Eine generalisierte Hyperpigmentierung der Haut wie beim Morbus Addison (kompensatorisch gesteigerte ACTH-Sekretion) besteht daher nicht. Die Haut erscheint ggf. sogar blass und pigmentlos.
Diagnostik
Die Diagnostik der sekundären Nebenniereninsuffizienz beruht auf der Messung der Cortisol- und ACTH- Plasmaspiegel (beide vermindert) und dem Befund des ACTH-Stimulationstests.
Therapie
Bei Vorliegen einer Nebennierenrindenatrophie ist die lebenslängliche Substitution von Cortisol indiziert.