Eigenreflex
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Loslegenvon lateinisch: reflectere - zurückbiegen
Synonyme: monosynaptischer Reflex, Muskeldehnungsreflex, Muskeleigenreflex
Englisch: monosynaptic reflex
Definition
Der Eigenreflex ist ein Reflex, bei dem der Sensor des Reizes und der Effektor der Reflexantwort im selben Organ liegen.
Hintergrund
Beim Effektor handelt es sich in aller Regel um einen Muskel, beim Sensor um dessen eigene Muskelspindeln. Daher wird der Begriff "Muskeldehnungsreflex" weitgehend synonym gebraucht. Der Eigenreflex dient der relativen Anpassung der Muskelspannung gegenüber Veränderungen der Gelenkstellung.
Physiologie
Bei Dehnung des Muskels werden die Endigungen der Muskelspindeln gereizt. Der Reiz wird über schnelle Nervenfasern vom Typ Ia in das Rückenmark und dort monosynaptisch auf Motoneurone geleitet. Nach einer kurzen Latenzzeit führt so die Dehnung des Muskels zu einer unwillkürlichen Kontraktion.
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Pathologie
Abschwächung oder Fehlen des Eigenreflexes sind pathologisch. Reflexe werden immer beidseitig geprüft. Eine beidseitige Steigerung der Eigenreflexe deutet auf Pyramidenbahnschädigung hin.
Die zentralen Neurone für einen Eigenreflex sind definiert. So kann man beispielsweise durch die Prüfung des Patellarsehnenreflexes die Integrität des Schaltkreises auf den Rückenmarkssegmenten L2-L4 prüfen.
Beispiele
- Achillessehnenreflex
- Adduktorenreflex
- Bauchdeckenreflex
- Bizepssehnenreflex
- Bizeps-femoris-Reflex
- Extensor-digitorum-Reflex
- Fingerbeugereflex
- Masseterreflex
- Patellarsehnenreflex
- Pektoralisreflex
- Pronatorenreflex
- Radiusperiostreflex
- Skapulohumeralreflex
- Tibialis-posterior-Reflex
- Trizepssehnenreflex
- Zehenbeugereflex
siehe auch: Fremdreflex