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Münchhausen-by-proxy-Syndrom

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nach Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen


Synonyme: Münchhausen-Stellvertretersyndrom, Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom
Englisch: Munchausen syndrome by proxy, MSBP, factitious disorder by proxy, FDP

Definition

Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom ist eine Sonderform der artifiziellen Störung, bei der physisch gesunde Personen bei einem anderen Menschen (häufig dem eigenem Kind) Krankheiten vortäuschen oder bewusst herbeiführen, um anschließend eine medizinische Behandlung zu verlangen.

Es gehört wie das eigentliche Münchhausen-Syndrom zu den artifiziellen Störungen und wurde nach dem „Lügenbaron“ Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen benannt. Erste Fälle beschrieb der englische Kinderarzt Roy Meadow in „The Lancet“ im Jahre 1977. Im DSM-IV wird das Münchhausen-Syndrom unter die „nicht-näher bezeichneten vorgetäuschten Störungen“ eingeordnet, das Stellvertretersyndrom wird jedoch aus Gefahr möglicher Entlastung von Kindesmisshandlungen nicht aufgeführt.

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Stichworte: Simulation, Täuschung
Fachgebiete: Psychiatrie, Psychologie

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