Pleuraempyem
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenSynonym: Pyothorax
Ätiologie
Ein Pleuraempyem ist als schwerwiegende Komplikation einer Pleuritis zu betrachten. Es entsteht vor allem im Rahmen ausgedehnter bakterieller Pneumonien und insbesondere bei Lungenabszessen.
Auch in Betracht zu ziehen ist die Keimeinschleppung im Rahmen einer Sepsis oder die Kontamination nach Trauma (z.B. bei Pneumothorax) oder Perforation des Ösophagus.
Als bakterielle Erreger kommen vor allem in Frage:
- Streptococcus pneumoniae und weitere Streptokokken-Arten
- Staphylococcus aureus
- Pseudomonas aeruginosa (vor allem nosokomial)
- Escherichia coli
- Klebsiella
Symptomatik
In der Regel bestehen Fieber, Husten und Nachtschweiß.
Die Symptomatik eines Pleuraempyems kann jedoch unter der Therapie einer begleitenden Pneumonie sehr mild sein.
Diagnose
Die Diagnose kann definitiv durch eine Punktion des Pleuraempyems und nachfolgender Untersuchung des Sekrets gestellt werden. Verdacht besteht bei auffälligem Röntgen-Thorax und hinweisender Anamnese.
Stadien
| Stadium 1 | Stadium 2 | Stadium 3 |
|---|---|---|
| exsudative Phase (trübes Sekret) | fibrinös-purulente Phase (eitrig-trübes Sekret) | vernarbende, organisierende Phase (eitriges Sekret) |
Charakteristik des Punktats
- pH < 7,1
- LDH > 1000 U/l
- Glucose < 40 mg/dl bzw ≤ 2,2 mmol/l
- hohe Anzahl polymorphkerniger neutrophiler Granulozyten
- häufig positiver Bakteriennachweis
Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß des Empyems. Häufig kann mit der Gabe wirksamer Antibiotika und einer entlastenden Thoraxdrainage eine Heilung herbeigeführt werden.
Therapieresistente Verläufe sollten mit thorakoskopischer Unterstüzung ausgeräumt werden. Alternativ kann auch das Einspritzen von tPA in das Empyem versucht werden.