Lipödem
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LoslegenSynonym: Reiterhosensyndrom
Englisch: Lipedema
Definition
Beim Lipödem handelt es sich um eine anlagebedingte Fettverteilungsstörung, die im Verlauf der Erkrankung zu einer pathologischen Vermehrung des Fettgewebes führt. Hierbei kommt es zur Hypertrophie und Hyperplasie der Adipozyten.
Nomenklatur
Gemäß der Definition des Ödems als einer Schwellung von Körpergewebe aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem handelt es sich beim Lipödem nicht um ein Ödem im engeren Sinn.
Epidemiologie
Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen im Rahmen einer hormonellen Umstellung auf. Die Ätiologie ist bislang ungeklärt.
Symptome
Die Patienten beklagen symmetrische Fettgewebsvermehrungen und eine vermehrte Druckschmerzhaftigkeit in den betroffenen Zonen. Desweiteren liegt eine erhöhte Kapillarfragilität vor, die zu einer vermehrten Hämatomneigung führt. Hauptsächlich betroffen sind Gesäß, Hüfte und Beine. In ca. 30% der Fälle sind auch die Arme beteiligt.
Im Verlauf der Krankheit kann es durch den erhöhten Druck im Gewebe zu einer Lymphabflussstörung kommen. Dies kann zu einem sekundären Lymphödem, einem sogenannten Lipolymphödem, führen.
Diagnostik
Neben der Inspektion und Palpation ermöglichen der Daumentest und das im Falle des Lipödems negative Stemmer-Zeichen eine Abgrenzung zu der wichtigsten Differentialdiagnose, dem Lymphödem. Da die Füße im Falle eines Lipödems nicht betroffen sind, ist die Haut über der zweiten Fußzehe durch den Untersucher anhebbar (negatives Stemmer-Zeichen), während dies beim Lymphödem in der Regel nicht möglich ist (positives Stemmer-Zeichen).
Therapie
- Liposuktion
- Manuelle Lymphdrainage
- Gewichtsabnahme