Lineare IgA-Dermatose
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LoslegenSynonyme: IgA-Pemphigoid, chronisch bullöse Dermatose des Kindesalters
Definition
Unter einer linearen IgA-Dermatose versteht man eine Erkrankung aus der Gruppe der Autoimmundermatosen, die mit Erythemen und Blasen einhergeht und im Kindes- und Erwachsenenalter auftreten kann.
Epidemiologie
Es handelt sich um eine sehr seltene Erkrankung, die vor allem bei Frauen und Kindern auftritt.
Ätiopathogenese
Das IgA-Pemphigoid stellt eine Autoimmunerkrankung dar, bei der es zur Bildung von Autoantikörpern im Serum gegen ein Protein der intrazellulären Plaques der Hemidesmosomen kommt. Die Ausbildung von Antigen-Antikörper-Komplexen entlang der Basalmembran bewirkt die Aktivierung der Komplementkaskade. Es wird vermutet, dass die Erkrankung durch Medikamente induziert wird.
Klinik
Charakteristisch für die lineare IgA-Dermatose ist die Ausbildung von Blasen, die entweder auf gesunder Haut oder auf Erythemen entstehen. Das Erscheinungsbild ist polymorph, Erytheme und Blasen bestehen nebeneinander. Juckreiz und Schmerzen sind möglich. Prädilektionsstellen für die Erkrankung sind die proximalen Extremitäten sowie der Rumpf.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt anhand der Immunhistopathologie. Es lassen sich lineare IgA- und Komplementablagerungen entlang der Basalmembran nachweisen. Eventuell findet man Autoantikörper im Serum.
Differenzialdiagnose
Differenzialdiagnostisch sollte an die Dermatitis herpetiformis Duhring sowie das bullöse Pemphigoid gedacht werden.
Therapie
Die lineare IgA-Dermatose wird meist mit topischen Glukokortikoiden behandelt. Bei Kindern kommt in der Regel Erythromycin zum Einsatz. Alternativ können Dapson und Sulfonamide mit entsprechenden Dosierungen und Vorsichtsmaßnahmen verwendet werden.