Lasmiditan
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Englisch: lasmiditan
Definition
Lasmitidan ist ein Serotoninrezeptor-Agonist, der in den USA zur Behandlung von Migräneattacken zugelassen ist.
Chemie
Lasmiditan weist im Gegensatz zu Triptanen keine Tryptophan-Partialstruktur auf. Stattdessen besteht es aus drei Ringsystemen (Trifluorbenzoesäure, Pyridin-2-Amin, N-Methylpiperidin), die über funktionelle Gruppen miteinander verbunden sind.
Die molare Masse beträgt 377,36 g/mol; die Summenformel lautet C19H18F3N3O2.
Wirkmechanismus
Lasmitidan ist ein Agonist am 5-HT1F-Rezeptor. Er verhindert die Freisetzung von Signalproteinen wie CGRP, die eine wichtige pathophysiologische Rolle bei Migräne spielen.
Im Gegensatz zu Triptanen bindet Lasmiditin nur gering an 5-HT1B- und 5-HT1D-Rezeptoren, die eine Vasokonstriktion verursachen.[1] Daher kann Lasmitidan bei Patienten angewendet werden, bei denen Triptane kontraindiziert sind (z.B. bei koronarer Herzkrankheit).
Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schwindel und Müdigkeit. Kardiovaskuläre Nebenwirkungen traten in der Lasmitidin-Gruppe ähnlich oft auf wie in der Placebogruppe.[2]
Studien
In klinischen Studien zeigte Lasmiditan eine Wirksamkeit bei akuten Migräneattacken. Eine Besserung der Symptome trat bereits nach 30 Minuten auf, wobei auch andere Migränesymptome wie Übelkeit, Phonophobie und Photophobie zurückgingen. Der Effekt ist dosisabhängig.[2][3]
Zulassung
Quellen
- ↑ Oswal JC, Schuster NM. Lasmiditan for the treatment of acute migraine: a review and potential role in clinical practice, J Pain Res. 2018; 11: 2221–2227, abgerufen am 02.11.2020
- ↑ 2,0 2,1 In der Pipeline: Lasmiditan bei Migräne, Deutsche Apotheker Zeitung, 01.04.2011; abgerufen am 03.04.2019
- ↑ Raffaelli B et al. The safety and efficacy of the 5-HT 1F receptor agonist lasmiditan in the acute treatment of migraine, Expert Opinion on Pharmacotherapy, 2017 Sep;18(13):1409-1415, abgerufen am 03.04.2019