KiDD-Syndrom
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LoslegenSynonym: Kopfgelenksinduzierte Dyspraxie und Dysgnosie
Definition
Das KiDD-Syndrom ist ein weitreichendes Krankheitsbild, in dessen Rahmen es zu schwerwiegenden kognitiven Störungen und Anomalien in der Bewegungskoordination kommt. Die Existenz dieser Erkrankung als solche ist unter Medizinern umstritten, eine offizielle Diagnose des KiDD-Syndroms nach dem ICD-10 existiert nicht. Dies liegt daran, dass eine pathophysiologische Erklärung für das komplexe Krankheitsbild bisher nicht existiert. Der Begriff Dyspraxie umschreibt eine umfassende Entwicklungsstörung, die zu starken Koordinationsproblemen und Störungen in der Bewegungsplanung führt. Dysgnosie umschreibt die Unfähigkeit, gelernte Informationen wiederzugeben.
Zuordnung
Schwere, nicht durch irgendwelche anderen pathologischen Gegebenheiten ausgelösten Entwicklungs-, Koordinations- und kognitiven Störungen im Säuglings- und Kleinkindesalter werden dem umstrittenen Krankheitsbild KiDD-Syndrom zugeordnet. Insbesondere im Bereich der Alternativmedizin glauben viele Vertreter dieser Gruppe an eine Existenz dieses Krankheitskomplexes. Wie erwähnt, fehlt es vollständig an irgendeinem wissenschaftlichen Beweis, der das KiDD-Syndrom in seiner Pathophysiologie erfassen könnte, geschweige denn konnte eine gemeinsame genetische oder molekularbiologische Ursache erkannt werden. Untermauert wird die sog. Diagnose des KiDD-Syndroms durch eine Reihe von Störungen der vegetativen Funktionen, durch auffallend unangepasstes soziales Verhalten, Fehlstellungen bzw. Fehlhaltungen und chronisch rezidivierenden Schmerzzuständen im Sinne einer Zervikozephalgie.
Symptomatik
- Hyperkinesie
- emotionale Störungen
- Hyperaktivität (hier besteht eine Ähnlichkeit zu ADHS-Patienten)
- gestörte Raumorientierung (zeigt sich durch teilweise große Unsicherheit in den Bewegungsabläufen)
- Höhenangst
- Nykturie
- Schlafstörungen
- Wahrnehmungsstörungen
- fehlende soziale Integrität
- Mundatmung
- Fehlbiss
- Kreuzbiss
- Überbiss
- Schwindel
- Hypoaktivität
- Autismus-ähnliches Rückzugsverhalten
- Wachstumsschmerzen
- Kopfschmerzen
- Rückenschmerzen
- Myalgie
- Knieschmerzen
- Migräneattacken
- starke Lern- und Konzentrationsstörungen, häufig einhergehend mit Dyskalkulie
- Haltungsstörungen
- Koordinationsstörungen
Diagnose
Eine offizielle Diagnose des KiDD-Syndroms existiert nicht.
Therapie
Die Therapie dieses Symptomkomplexes sollte wegen der großen Vielseitigkeit der Krankheitsanzeichen multimodal und interdisziplinär erfolgen. Wichtig sind zum einen physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen, im die zahlreichen Fehlhaltungen und Koordinationsstörungen zu minimieren. Eine pharmakologische Behandlung sollte evtl. bei Bedarf die Verabreichung von Psychopharmaka und Methylphenidat enthalten, um die einhergehenden depressiven Schübe und die Aufmerksamkeits- und Lernstörungen zu verbessern. Von der Gabe von Schmerzmitteln sollte weitestgehend abgesehen werden. Eine psychologische Therapie durch einen Kinderpsychologen sollte auf jeden Fall integriert werden.