Ich-Störung
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LoslegenDefinition
Die Ich-Störung ist eine psychische Störung, bei der die Abgrenzung zwischen dem Ich (selbst) und der Umwelt als "fließend" wahrgenommen wird. Sie ist zu unterscheiden von verschiedenen Formen des Wahns sowie Sinnestäuschungen, Denk- und Orientierungsstörungen.
Hintergrund
Ich-Störungen haben gemäß des AMDP-Systems eigenständige psychopathologische Aspekte und werden nicht den Störungen des inhaltlichen Denkens zugeordnet. Daher treten die Merkmale von Ich-Störungen nicht ausschließlich bei schizophreniformen Störungen auf, sondern auch bei anderen Krankheitsbildern. Zu den Ich-Störungen zählen
- Störungen des Erlebens der äußeren Welt und Personen ("Derealisation")
- Störungen des Erlebens der Identität, der Ich-Außenwelt-Grenze ("Depersonalisation")
- Störungen der Ich-Haftigkeit von Erlebtem ("Gedankenausbreitung", "Gedankenentzug", "Gedankeneingebung") oder andere Fremdbeeinflussungserlebnisse.
Ursachen
- Häufig bei Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis (z.B. F20.0)
- Wahnhaftes Erleben
- Dissoziative Zustände
- Intoxikation durch Substanzmissbrauch
- Extreme Erschöpfung
- Posttraumatische Belastungsstörung
- Schizoaffektive Störung
- Alkoholdelir
- Delir bei Demenz
- Paranoide Zustände
- Epileptische Aura
Symptome
Mit Fremdbeeinflussungserleben:
- Gedankeneingebung - Gedanken werden von Fremden in den Kopf eingegeben
- Gedankenausbreitung - eigene Gedanken gehen auf andere über
- Gedankenentzug - eigene Gedanken werden von außen entzogen
- Fremdsteuerung - Gedanken, Handeln bzw. Körperfunktionen werden als fremdgesteuert empfunden
- Willens- und Gefühlsbeeinflussung
Rein emotionale Wahrnehmung:
- Depersonalisierung - die eigene Person wird als fremd erlebt
- Derealisation - Umgebung wird als Kulisse, als nicht real wahrgenommen
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