Inositol-1,4,5-trisphosphat
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LoslegenSynonyme: IP3, Inositoltrisphosphat
Definition
Inositol-1,4,5-trisphosphat ist ein zyklisches, intrazelluläres Signalmolekül, das, initiiert durch einen äußeren Stimulus, aus dem Membran-Phospholipid Phosphatidylinositol synthetisiert wird. Es handelt sich bei IP3 also um einen Second-Messenger mit der Summenformel C6H15O15P3
Funktion
Inositol-1,4,5-trisphosphat führt über eine Bindung an den IP3-Rezeptor am endoplasmatischen Retikulum zur Freisetzung von Calcium, durch Öffnung eines assoziierten Calcium-Kanals. Calcium wiederum agiert als Third-Messenger und direkter Agitator in der Zelle.
Synthese
- Bindet ein entsprechender extrazellulärer Ligand an einen Gq-gekoppelten Rezeptor, führt dies zur Aktivierung der Phospholipase-Cβ.
- Bei Bindung von Wachstumsfaktoren oder Insulin an eine Rezeptor-Tyrosinkinase, wird die Phospholipase-Cγ aktiviert.
In beiden Fällen spaltet die entsprechende Phospholipase C Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2) zu Diacylglycerin (DAG) und Inositol-1,4,5-trisphosphat. Beide Stoffe vermitteln nun weitere zelluläre Effekte, wie die Aktivierung der Proteinkinase C.
Abbau
Mittels verschiedener Phosphatasen erfolgt eine Dephosphorylierung von IP3 zu myo-Inosit. Dieses kann mit CDP-Diacylglycerin, einem CTP-aktivierten Abbauprodukt des DAG, erneut zu Phosphatidylinositol reagieren. Dieses wird ATP-abhängig durch Phosphatidylinositol-Kinasen mit zwei Hydroxylgruppen versehen, wodurch PIP2 entsteht.