Griseofulvin
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LoslegenDefinition
Bei Griseofulvin handelt es sich um ein Antimykotikum.
Chemie
Griseofulvin hat die Summenformel C17H17ClO6 und eine molare Masse von 352,77 g·mol−1.
Allgemeines
Griseofulvin stellt ein Mykotoxin dar, das von Penicillium griseofulvum abgesondert wird. Es handelt sich hierbei um ein Benzofuranderivat, das als orales Pilzgift eingesetzt wird. Es kann sowohl Tieren als auch Menschen verabreicht werden, um pilzbedingte Hauterkrankungen zu bekämpfen.
Ein weiterer Wirkbereich, in dem die Funktion von Griseofulvin getestet wird, ist die Apoptose von Tumorzellen. Hier konnte man nämlich bisher eine antiproliferative Wirkung beobachten.
Mechanismus
Der Wirkstoff bindet an Tubulin, welches ein Bestandteil der Mikrotubuli ist. Diese sind wiederum ihrerseits Bauelemente der Spindelfasern, die für jegliche mitotische Zellteilung notwendig sind. Wird nun das Tubulin gebunden, können die Mikrotubuli nicht mehr aufgebaut werden, wodurch auch die Funktion der Spindelfasern unterbleibt. Dabei bindet Griseofulvin zunächst jedoch an Keratin. Kommt es nun im Rahmen einer Zellerneuerung zu einer Aufnahme dieses Keratin-Griseofulvin-Komplexes in die Zelle, kann der Wirkstoff am Zielort, nämlich an den Mikrotubuli des Spindelapparats eines Dermatophyts, fungieren.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Da Griseofulvin ein CYP-450-Induktor ist, muss die Einnahme weiterer Medikamente abgestimmt werden.
- Verwirrtheitszustände, Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Diarrhoe
- Allergien
- Schlafstörungen
- Herabsetzung des Wirkprofils oraler Kontrazeptiva möglich
- Sensibilitätsstörungen
Veterinärmedizin
Bei der Katze kann es durch die Anwendung von Griseofulvin während der Trächtigkeit zu Missbildungen von Gehirn, Auge, Schädel und/oder Rückenmark, sowie einer Atresia ani kommen.