Dupilumab
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LoslegenHandelsname: Dupixent®
Definition
Dupilumab ist ein rekombinant hergestellter humaner, monoklonaler IgG4-Antikörper, der zur Immunmodulation eingesetzt wird.
Wirkmechanismus
Dupilumab wirkt entzündungshemmend und immunsuppressiv. Der Antikörper richtet sich spezifisch gegen die IL-4Rα-Untereinheit der Typ-1- und Typ-2-Rezeptoren von B- bzw. T-Zellen. Dadurch tritt die Hemmung von IL-4 und IL-13 ein und eine Immunreaktion unterbleibt.
Pharmakokinetik
Der Wirkstoff besitzt eine Bioverfügbarkeit von etwa 64%. Analog zu anderen Proteinen wird auch Dupilumab zu kleineren Peptiden und Aminosäuren abgebaut.
Indikation
Dupilumab ist bei folgenden Indikationen zugelassen:
- Behandlung der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis bei Erwachsenen
- Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation
- Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Anwendung
Dupilumab wird subkutan in der Oberschenkel, Oberarm oder in eine Bauchfalte injiziert. Die Initialdosis beträgt 600 mg. Alle zwei Wochen erfolgt die weitere Applikation von 300 mg.
Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.
Nebenwirkungen
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- Konjunktivitis und Augenjucken
- oraler Herpes
- Eosinophilie
- Kopfschmerzen
Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Lebendimpfstoffen können derzeit keine Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. Bei inaktivierten oder Totimpfstoffen besteht jedoch kein Verdacht. Die Interaktion mit CYP450-Enzymen ist unwahrscheinlich.
Gegenanzeigen
Von der Anwendung sollte abgesehen werden, insofern eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Arzneistoff oder der Hilfsstoffe vorliegt.
Vorsichtsmaßnahmen
Da durch die Behandlung mit Dumpilumab die Immunreaktion auf Wurmbefall beeinträchtigt ist, sollte vor und während der Therapie dieser ausgeschlossen werden. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit der Veränderung der Asthma-Symptomatik bei gleichzeitigem vorliegen von Asthma bronchiale. In diesem Fall sollte die Medikation unter Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.