Anästhesiologie
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Englisch: anesthesiology
Anästhesiologie
Die Anästhesiologie ist die Lehre der Methoden der Bewusstseinsausschaltung, der Schmerztherapie, der Intensivmedizin und der Notfallmedizin. Anästhesiologen führen die anästhesiologischen Verfahren durch.
Teilgebiete
Die Anästhesiologie umfasst mehrere Teilgebiete:
- Allgemeinanästhesie: Verfahren zur vollständigen Ausschaltung des Bewusstseins und der Schmerzempfindung während operativer Eingriffe
- Regionalanästhesie: gezielte Betäubung bestimmter Körperregionen bei erhaltenem Bewusstsein
- Schmerztherapie: akute und chronische Schmerzbehandlung mit medikamentösen und interventionellen Verfahren
- Intensivmedizin: Behandlung und Überwachung kritisch kranker Patienten auf Intensivstationen
- Notfallmedizin: präklinische und klinische Versorgung von Notfallpatienten
Facharztausbildung
Die Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie dauert in Deutschland 60 Monate. Sie umfasst die Bereiche Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Während der Ausbildung müssen definierte Eingriffszahlen und Kompetenzen in verschiedenen operativen Fachgebieten nachgewiesen werden.
Tätigkeitsbereiche
Anästhesiologen arbeiten in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens. Haupttätigkeitsfelder sind Operationssäle, Intensivstationen, Schmerzkliniken und Notaufnahmen. Zusätzlich sind sie in der präklinischen Notfallmedizin, in Aufwachräumen und in der perioperativen Medizin tätig.
Geschichte
Die moderne Anästhesiologie entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Entdeckung der Äthernarkose durch William Thomas Green Morton im Jahr 1846. In Deutschland wurde die Anästhesiologie 1953 als eigenständiges Fachgebiet anerkannt. Seitdem hat sich das Fach kontinuierlich weiterentwickelt und umfasst heute weit mehr als die reine Narkoseführung.