Warthin-Tumor
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LoslegenSynonyme: Zystadenolymphom, Adenolymphom
Definition
Der Warthin-Tumor ist ein Tumor der Speicheldrüsen. Er ist der zweithäufigste gutartige Speicheldrüsentumor nach dem pleomorphem Adenom. Er befällt meist die Glandula parotidea und kann multilokulär auftreten. Selten befällt er benachbarte Lymphknoten. Vor allem Männer im höheren Lebensalter sind von dieser Neoplasie betroffen. Eine maligne Entartung ist selten.
- ICD10-Code: D11
Epidemiologie
Der Altersgipfel des Warthin-Tumors liegt jenseits des 60. Lebensjahres. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt etwa 62 Jahre.
Klinik
Der Warthin-Tumor imponiert als schmerzloser, langsam wachsender Tumor von schwammiger Konsistenz am unteren Parotispol. Es kann zu einer Abszedierung intratumoraler Zysten kommen.
Diagnostik
Auf Grund des häufig (10%) bilateralen Auftretens ist eine Untersuchung beider Ohrspeicheldrüsen wichtig. Entscheidend ist in der Diagnostik die Ultraschalluntersuchung und Feinnadelpunktion. Wichtige auszuschließende Differentialdiagnosen sind das lymphepitheliomartige Karzinom und das mukoepidermoide Karzinom.
Histologie
Makroskopisch zeigt sich eine graugelbe, zystische Schnittfläche. In der Histologie zeigen sich Epithelverbände aus doppelreihig angeordneten, onkozytische Tumorzellen mit dazwischenliegenden lymphoiden Struma mit Lymphfollikeln mit Keimzentren und vielen B-Lymphozyten.
Eine maligne Transformation von Warthin-Tumoren wurde nur in wenigen Einzelfällen beschrieben. Die Inzidenz wird auf etwa 0,3% geschätzt.[1]
Therapie
Die Therapie erfolgt meist operativ als laterale Parotidektomie mit vollständiger Tumorentfernung oder als Enukleation. Die Prognose ist gut. Ein Rezidiv ist selten.
Quellen
- ↑ Bolat F, Kayaselcuk F, Erkan AN, Cagici CA, Bal N, Tuncer I.: Epidermoid carcinoma arising in Warthin's tumor. Pathol Oncol Res. 2004;10(4):240-2. Epub 2004 Dec 27.