Xerophthalmie
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Loslegenvon griechisch: xeros - trocken; ophthalmos - Auge
Synonym: trockenes Auge
Englisch: xerophthalmia
Definition
Als Xerophthalmie bezeichnet man die Austrocknung von Kornea und Konjunktiva.
Ursachen
Eine Xerophthalmie kann u.a. folgende Ursachen haben:
- Vitamin A-Mangel (Hypovitaminose)
- unvollständiger Lidschluss (Lagophthalmus)
- verminderte bzw. fehlende Tränensekretion (z.B. Sjögren-Syndrom).
Klinik
Die initialen Beschwerden der Xerophthalmie äußern sich in
- quälendem Brennen und
- Fremdkörpergefühl.
Ferner können so genannte Bitot-Flecken auftreten. Aufgrund der unzureichenden Versorgung, sowie des fehlenden antibakteriellen Schutzes durch die Tränenflüssigkeit treten in fortgeschrittenen Verlaufsformen Entzündungen (Konjunktivitis, Keratitis) auf.
Folgekomplikationen sind Hornhautulzerationen (Ulcus corneae), die unbehandelt in eine Einschmelzung der Kornea (Keratomalazie) mit Einschränkung oder Verlust des Sehvermögens münden können.
Diagnostik
Die Diagnostik erfolgt anhand des Beschwerdebildes und des Sichtbefundes. Zur Diagnostik einer Sekretionsstörung ist der Schirmer-Test indiziert.
Therapie
Die Behandlung der Xerophthalmie erfolgt in Abhängigkeit der jeweiligen Ursache durch
- Vitamin A-Substitution oder
- Applikation künstlicher Tränenflüssigkeit
Entzündungen sind umgehend durch hochdosierte Antibiotikagabe zu behandeln, da die entzündungsbedingten Spätkomplikationen irreversibel sind.
Langkettige Omega‐3 und/oder Omega‐6-Supplemente zeigen vermutlich keine oder nur eine geringe Wirkung.[1]
Quellen
- ↑ Downie LE et al. Omega-3 and omega-6 polyunsaturated fatty acids for dry eye disease, Cochrane Database Syst Rev. 2019 Dec 18;12:CD011016, abgerufen am 14.01.2020