Wirbelkörperfraktur
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LoslegenSynonym: Wirbelbruch
Definition
Wirbelkörperfraktur sind Brüche (Frakturen) der Wirbelkörper.
Ursachen
Da es sich bei gesunden Wirbelkörpern um sehr kompakte, stabile Knochen handelt, ist eine starke Gewalteinwirkung notwendig, um eine Fraktur herbeizuführen. Durch Osteoporose, Tumorerkrankungen oder rheumatische Erkrankungen in der Knochenstruktur geschwächte Wirbelkörper können bereits durch geringe Kräfte frakturieren.
Symptome
- Schmerzen
- Schwellung
- paravertebrale Hämatome
- Stufen und Unterbrechungen der Dornfortsätze
Bei Frakturen, die das Rückenmark in Mitleidenschaft ziehen, kann es zu Lähmungen und Parästhesien, sowie einer Harn- und Stuhlinkontinenz kommen.
Diagnostik
Höhenminderungen BWK 9 (alte Fraktur) und LWK 1-2 (subakute Frakturen). Osteopenie. Ventrobasale Pleuraschwiele links. Aortensklerose
Klassifikation
Eine Klassfikation, die sich auf die beteiligten Strukturen bezieht, ist die nach Denis. Sie teilt die Wirbelsäule in drei Säulen auf:
- A: Die ventrale Säule wird nur vom Wirbelkörper selbst gebildet. Wenn dieser frakturiert , handelt es sich in der Regel um eine stabile Fraktur.
- B: Die mittlere Säule geht von der Hinterkante bis zum Wirbelbogen. Frakturen in diesem Bereich gefährden das Rückenmark und sind in der Regel instabil.
- C: Die hintere Säule wird von den dorsalen Wirbelbögen, der Wirbelgelenken und Fortsätzen gebildet. Frakturen in diesem Bereich sind ebenfalls instabil.
Therapie
Wirbelkörperfrakturen mit neurologischen Ausfällen müssen sofort operativ stabilisiert werden, wobei ein Dekompression der eingeengten Rückenmarks- und Nervenstrukturen durchgeführt wird.
Bei Wirbelkörperfrakturen ohne neurologische Einschränkung entscheidet der Grad der Instabilität, ob eine konservative oder operative Behandlung erfolgen sollte. Mitverletzungen von Bandscheiben, Kapseln oder des Bandapparat]] sind wichtige Kriterien.
Osteoporotische Kompressionsfrakturen können in der Regel über einen kleinen Hautschnitt unter Verwendung eines Systems der Wirbelkörperaufrichtung mit anschließender Auffüllung des Defektes durch einen speziellen Knochenzement stabilisiert werden (Kyphoplastie).
Operative Maßnahmen sind unter anderem :
- Spondylodese, bei der zwei oder mehr Wirbelkörper zum Beispiel durch ein Fixateur interne versteift werden
- Ventrale Stabilisierung z.B. mit einem Cage (füllt den Platz im Zwischenwirbelraum)
- Kyphoplastie: Hier wird der Wirbelkörper mittels eines expandierbaren Ballons aufgerichtet und stabilisiert.
Setzt die Therapie rasch ein, sind die Heilungschancen der Wirbelköperfraktur und ihrer Begleiterscheinungen gut.
Prävention
- Tragen von speziellen Protektoren bei Sportarten mit erhöhter Verletzungsgefahr