Trichilemmalzyste
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LoslegenSynonyme: ("falsches") Atherom, Grützbeutel, Follikelzyste vom Isthmus-katagenen Typ, Tricholemmzyste, Tricholemmalzyste
Englisch: atheroma, trichilemmal cyst, isthmus-cathagen cyst, tricholemmal cyst
Definition
Eine Trichilemmalzyste ist eine echte, epitheliale Zyste der Haut.
Ätiopathogenese
Die Zystenwand der Trichilemmalzyste hat ihren Ursprung vom Isthmusbereich des Haarfollikels. Teilweise besteht eine autosomal-dominant vererbte Prädisposition; als Kandidatenlokus wird TRICY1 (Genlokus 3p24-p21.2) vermutet. Das multiple Auftreten von Trichilemmalzysten entlang der Blaschko-Linien wird als zystisch-trichilemmaler Nävus bezeichnet.
Klinik
Trichilemmalzysten finden sich in 90 % d.F. an der Kopfhaut. Sie treten bei 70 % der Patienten multipel, in 30 % solitär auf. Die Zyste manifestiert sich meist als 0,5 bis 2 cm, manchmal auch bis zu 4 cm großer, prallelastischer, schmerzloser, gut verschieblicher Knoten. Die darüberliegende Haut kann infolge der Druckatrophie verdünnt sein. Haare fehlen häufig. Meist zeigt sich keine zentrale Öffnung wie bei einer Epidermalzyste.
Pathologie
Makroskopisch stellt sich die Oberfläche der Trichilemmalzyste marmorartig weißlich spiegelnd dar. Die Zystenwand zeigt eine trichilemmale Keratinisierung vom Isthmus-katagenen Typ, d.h. die Keratinisierung erfolgt abrupt ohne Abflachung der oberen Keratinozyten und ohne Ausbildung eines Stratum granulosum. Meist ist eine Verkalkung festzustellen.
Differenzialdiagnosen
- proliferierende Trichilemmalzyste: meist größer und unregelmäßiger aufgebaut
- Adnextumoren (z.B. Zylindrom, ekkrines Porom)
- Epidermalzyste
Therapie
Eine Therapie ist i.d.R. nur aus kosmetischen Gründen notwendig. Dabei erfolgt eine Exstirpation der gesamten Zystensacks. Belassene Zystenwandreste können Rezidive verursachen.