Suxamethoniumchlorid
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LoslegenSynonyme: Suxamethonium, Succinylcholin, Succinyldicholin
Englisch: suxamethonium chloride
Definition
Suxamethoniumchlorid ist eine dem Acetylcholin verwandte synthetische Substanz, die agonistisch am nikotinergen ACh-Rezeptor wirkt und darüber eine Dauerdepolarisation der Muskulatur verursacht.
Chemische Struktur
Das als Salz vorliegende Molekül besteht aus einem Molekül Bernsteinsäure, das an beiden Carboxylgruppen mit je einem Molekül Cholin verestert ist. Die positiven Ladungen der beiden Cholinreste werden durch Chloridionen des Salzes ausgeglichen.
Pharmakologie
Suxamethoniumchlorid findet Verwendung in der Narkoseeinleitung, häufig in Kombination mit einem kurzwirkenden Narkotikum. Durch die Bindung an den nikotinergen Acetylcholinrezeptor verursacht das Molekül eine Dauerdepolarisation der Muskelzellen, die zu einer Inaktivierung der Rezeptoren und damit zur fehlenden weiteren Erregbarkeit der Muskulatur führt; auf diese Weise führt die Gabe von Suxamethoniumchlorid zur Muskelrelaxation.
Nebenwirkungen
Bei Patienten mit einem angeborenen Mangel des Enzyms Pseudocholinesterase kann es zu lebensbedrohlichen muskulären Blockaden mit Atemlähmungen kommen, da das Molekül nicht durch Spaltung inaktiviert werden kann.
Nach der Gabe von Suxamethoniumchlorid wird gelegentlich über Muskelschmerzen und parasympathomimetische Effekte berichtet. In sehr seltenen Fällen lässt sich das Auftreten einer malignen Hyperthermie nach Gabe von Suxamethoniumchlorid beobachten.
Außerdem sollte bei der Verwendung das Kalium des Patienten überwacht werden, da dieses durch Suxamethoniumchlorid gehäuft aus den Zellen austritt (bedingt durch deren Depolarisation - K+-Ionen als Ausgleich der einströmenden Na+-Ionen). Erhöhtes Kalium kann bereits ab 6-8 mmol/l Herzrhythmusstörungen verursachen.