Spezifische Phobie
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LoslegenSynonym: isolierte Phobie
Englisch: specific phobia
Definition
Die spezifische Phobie ist eine Form der phobischen Störung, bei der sich die Furcht auf einzelne, umschriebene Situationen beschränkt.
- ICD-10: F40.2
Klinik
Die Betroffenen entwickeln eine isolierte Angst gegen ein bestimmtes Objekt oder eine spezifische Situation. Eine Konfrontation damit verursacht Symptome, die von leichtem Unbehagen bis hin zur panischen Angst reichen können. Die Symptomatik ist dabei individuell sehr verschieden und abhängig von der Ausprägung der Phobie.
Betroffene zeigen weiterhin ein konsequentes Vermeidungsverhalten gegenüber Situationen, die entsprechende Ängste auslösen könnten. Dies führt häufig zu einer erheblichen Einschränkung des täglichen Lebens.
Beispiele
- Akrophobie - Höhenangst
- Arachnophobie - Angst vor Spinnen
- Klaustrophobie - Angst vor dem Aufenthalt in engen Räumen
- Nekrophobie - Angst vor dem Tod
- Oralophobie - Angst vor dem Zahnarzt
- Pnigerophobie - Angst vor dem Erwürgen
- Pogonophobie - Angst vor Bärten
- Xenophobie - Angst vor Fremdartigen
- Acousticophobie - Angst vor Lärm, Geräuschen, Schall
- Achluophobie - Angst vor Dunkelheit
Therapie
Therapeutisch steht bei Vorliegen einer spezifischen Phobie die Psychotherapie im Vordergrund. In diesem Rahmen kann dem Patienten eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bzw. Expositionstherapie (In-vivo-Exposition oder Virtuelle-Realität-Expositionstherapie) angeboten werden. Die Therapiedauer variiert dabei interindividuell nach Krankheitsschwere, Komorbidität und psychosozialen Rahmenbedingungen.
Nur in seltenen, schwer ausgeprägten Fällen ist eine Pharmakotherapie (z.B. mit SSRI) erforderlich.
Literatur
- S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (2015), abgerufen am 05.02.2021