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Pannus

Englisch: pannus

Definition

Rheumatologie

Unter Pannus versteht man eine aus Granulationsgewebe bestehende und mit Entzündungszellen durchsetzte Hyperplasie der Synovialis. Sie tritt besonders im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis (RA) auf.

Die Bildung eines Pannus stimuliert die Freisetzung von Entzündungsmediatoren bzw. Wachstumsfaktoren wie Interleukin-1, PDGF, Prostaglandinen und Substanz P durch Makrophagen. Sie führt in der Konsequenz zu einer Zerstörung des Knorpel- und Knochengewebes. Klinisch manifestiert sich der Gewebeschaden schlussendlich durch Deformitäten, Instabilitäten und Ankylose.

Ophthalmologie

Eine Pannus ist eine reich vaskularisierte, bindegewebige Gewebsneubildung der Cornea des Auges, die u.a. beim Trachom auftritt.

Chirurgie

Als Pannus bezeichnet man in der Chirurgie überschüssige Lappen aus Haut und Unterhautgewebe (insbesondere subkutanes Fettgewebe).

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Stichworte: Gelenk, Granulationsgewebe
Fachgebiete: Rheumatologie

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