Optotyp
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenDefinition
Der Optotyp ist ein Sehzeichen für die Vermessung der Sehleistung (Visus).
Hintergrund
Der maximal erreichbare Visus hängt von Form, Kontrast, Strichstärke und Darbietungsentfernung ab. Um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten, sind die Bedingungen vereinheitlicht worden.
Bei der Bestimmung des Fernvisus werden dem Probanden die Optotypen in einer großen Entfernung dargeboten. Viele Sehprobentafeln sind für eine Prüfdistanz von 5 oder 6 m ausgelegt. Um das einhalten zu können, ist der Einsatz von Umlenkspiegeln üblich. Für die Nahprüfung ist laut DIN eine Entfernung von 25,33 oder 40 cm vorgesehen. 40 cm entspricht der durchschnittlichen Gebrauchsentfernung. Die Bestimmung des Nahvisus erfolgt mithilfe von speziellen Nahsehtests oder Nahsehproben.
Aufbau der Optotypen
Die meisten Optotypen haben eine Strichstärke, die einem Fünftel der Gesamtgröße entspricht.
Misst man die Strichgröße, lässt sich mit der Formel der nötige Visus um dieses Sehzeichen zu erkennen errechnen:
- V = 0,29 [mm/m] * a / 1d
Hierbei gilt: a = Prüfentfernung [m]; 1d = Strichstärke [mm]
Arten von Optotypen
Es gibt verschiedene Arten von Optotypen. Neben den normalen Buchstaben werden unter anderem verwendet:
- Snellen-Haken
- Pflüger-Haken
- Landoltring
- Kinderoptotypen mit Symbolen
Der Landoltring ist eine der bekanntesten Optotypen und bildet Grundlage der aktuellen Normung. Die Darbietung kann in 8 Richtungen erfolgen. Da hier die Wahrscheinlichkeit richtig zu "raten" niedriger ist als bei anderen Optotypen, wird der Landoltring für ärztliche Gutachten verwendet.