Neuroendokriner Tumor
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenDieser Artikel muss zur Fortbildung.
Eine neue Leitlinie ist verfügbar. Klick auf "Bearbeiten" und starte das Seminar!
Dieser Artikel muss zur Fortbildung.
Eine neue Leitlinie ist verfügbar. Klick auf "Bearbeiten" und starte das Seminar!
Englisch: neuroendocrine tumor, NET
Definition
Neuroendokrine Tumoren, kurz NETs, sind benigne oder maligne Tumoren, die von Zellen des Neuroektoderms ausgehen, d.h. von Nervenzellen oder endokrin aktiven Zellen. Am häufigsten kommen sie im Gastrointestinaltrakt vor, wo sie als GEP-NETs oder traditionell als Karzinoide bezeichnet werden. Weitere mögliche Lokalisationen sind Pankreas, Lunge und zahlreiche andere Organe.
Klassifikation
Die WHO teilt neuroendokrine Tumoren nach dem Grad ihrer Differenzierung und Dignität in drei Kategorien ein:
- Gut differenzierte neuroendokrine Tumoren
- benigne
- unsichere Dignität
- Gut differenzierte, neuroendokrine Karzinome mit niedriger Mailignität ("low grade")
- Wenig differenzierte bzw. entdifferenzierte neuroendokrine Karzinome mit hoher Malignität ("high grade")
Zusätzlich weist das WHO-Schema gemischte Tumoren mit neuroendokrinen und epithelial-karzinomatösem Eigenschaften aus, wie z.B. das Becherzellkarzinoid (GCC)
Die Einordnung in einer dieser Kategorien hängt von den histologischen bzw. immunhistochemischen Eigenschaften des Tumors ab, u.a. von seiner Größe, der Mitoserate, der Expression von KI-67 und dem Grad seiner Invasivität.
Diagnostik
Mögliche Tumormarker für NETs sind Chromogranin A (CHGA), 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) und die neuronenspezifische Enolase (NSE).