Immunologie
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Englisch: immunology
Definition
Die Immunologie ist die Wissenschaft von der Selbst- und Fremderkennung von Zellen und löslichen Substanzen in vitalen Organismen und den daraus folgenden Prinzipien der Immunabwehr.
Begriffsverwendung
In der Labormedizin wird umgangssprachlich auch der Bereich der Diagnostik, der mit Antigen- und Antikörper-basierten Methoden (z.B. Immunassays) arbeitet, als "Immunologie" bezeichnet.
Einteilung
Man kann die Immunologie grob in eine zelluläre und eine molekulare Immunologie einteilen.
Eine andere, gebräuchliche Unterscheidung ist die in angeborenes, unspezifisches Immunsystem und erworbenes, adaptives, spezifisches Immunsystem.
siehe auch: Immunität
Zelluläre Immunologie
Die zelluläre Immunologie beschreibt die Entwicklung und Funktion von immunkompetenten Zelltypen, die über spezifische molekulare Mechanismen zur Unterscheidung von eigenen und fremden Zellen bzw. Organismen verfügen. Hierzu zählen u.a. T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, dendritische Zellen, natürliche Killerzellen (NK-Zellen), Monozyten und Granulozyten. Die Erkennung basiert auf der Präsentation von Peptiden auf der Zelloberfläche mithilfe von humanen Leukozytenantigenen (HLA).
Molekulare Immunologie
Die molekulare Immunologie beschreibt Struktur, Regulation, Funktion und Wechselwirkung von Molekülen, die essentielle Aufgaben in der Selbst- und Fremderkennung haben. Dazu gehören insbesondere die variablen Antigenrezeptoren auf der Zelloberfläche von T- und B-Lymphozyten, sowie sezernierte Antikörper, Adhäsionsmoleküle und Zytokine mit regulatorischen Eigenschaften. Auch einige intrazelluläre Moleküle haben in der Immunologie eine zentrale Bedeutung eingenommen.
Weblinks
- Themen-Board Klinische Immunologie