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Nekrose

(Weitergeleitet von Gewebsuntergang)
Georg Graf von Westphalen
Georg Graf von Westphalen
Arzt | Ärztin
Dr. No, Georg Graf von Westphalen + 7

von altgriechisch: νεκρός ("nekros") - Leichnam, Toter
Synonym: Necrosis
Englisch: necrosis

Zytologie

Definition

Der Begriff Nekrose bezeichnet den Tod einer Zelle durch Schädigung der Zellstruktur, z.B. infolge mechanischer Verletzungen, Kontakt mit Toxinen, Hypoxie, Hypothermie oder Infektionen mit Krankheitserregern. Bei der Nekrose kommt es zu Membrandefekten, die dazu führen, dass der Zellinhalt unkontrolliert in die Umgebung der Zelle austritt. Die Folge ist eine Entzündungsreaktion.

Von einigen Autoren wird vorgeschlagen, den eher pathologisch geprägten Begriff "Nekrose" in der Zytologie durch den Terminus "akzidenteller Zelltod" zu ersetzen.

Hintergrund

Die Nekrose äußert sich mikroskopisch durch den Zerfall der Zellorganellen. Durch die Ansammlung saurer Stoffwechselendprodukte kommt es zur Denaturierung und Präzipitation der Proteine im Zytoplasma. Dort bilden sie gemeinsam mit den defekten Zellorganellen schollenartige Strukturen. Auch die Zellkerne bleiben nicht verschont: Sie schrumpfen und zerfallen, es kommt zur Karyorrhexis und schließlich zur Karyolyse.

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Stichworte: Gewebetod, Zelltod
Fachgebiete: Pathologie

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