Delayed enhancement
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
Loslegenaus dem Englischen: Späte Signalanhebung
Synonym: Delayed hyperenhancement, Late enhancement
Definition
Der Begriff Delayed enhancement stammt aus der kardialen Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT).
Technik
Kommt es nach Gabe eines MR-Kontrastmittels im zeitlichen Verlauf zu einer Kontrastmittel-Anreicherung in einer kardialen Struktur (insb. im Myokard oder Perikard) kann dies mit geeigneten Sequenzen sichtbar gemacht werden. Durch die angewendete MRT-Sequenz wird dabei das nichtanreichernde Areal im Signal unterdrückt (erscheint schwarz) und das anreichernde Areal signalstark (weiß) dargestellt.
Man spricht dabei von einer "späten Signalanhebung" oder einem "delayed enhancement", da der maximale Kontrast in den Bildern 10-15 Minuten nach Kontrastmittelgabe erreicht wird.
Diagnostische Bedeutung
Anreicherungen im Myokard entsprechen in aller Regel fibrosierten Arealen (z.B. nach Myokardinfarkt), weshalb sich dieses MR-Verfahren als kardiale Vitalitätsdiagnostik etabliert hat. Hinzu kommt, dass die Sensitivität der MRT in der Erfassung subendokardialer (nicht-transmuraler) Infarktareale deutlich höher ist als die zuvor übliche Myokardszintigraphie.
Ein "delayed enhancement" kann jedoch auch bei einer Myokarditis oder bei kardialer Beteiligung im Rahmen einer Systemerkrankung (z.B. Sarkoidose, Amyloidose) auftreten.
Die Unterscheidung erfolgt dann über das Verteilungsmuster (intramyokardial, subendokardial, verästelt) oder durch ergänzende Sequenzen (z.B. T2-gewichtete Sequenzen).