Apicomplexa
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LoslegenSynonyme: Sporentierchen, Sporozoen
Englisch: Apicomplexa
Definition
Apicomplexa bzw. Sporozoen sind einzellige Parasiten, die einen komplexen Lebenszyklus mit Sporenbildung als Teil ihrer Vermehrung aufweisen. Plasmodien sind Erreger der Malaria. Aber Apicomplexa sind wirklich komplex!
Morphologie
Apicomplexa zeichnen sich durch den namensgebenden Apikalkomplex am vorderen Zellpol aus. Dieser umfasst Rhoptrien und Mikronemen sowie bei vielen Arten ein Konoid. Die Strukturen sind am Eindringen in die Wirtszelle beteiligt. Viele Arten besitzen zudem einen Apikoplasten, ein reduziertes, nicht photosynthetisch aktives Plastid. Die meisten Arten weisen eine komplexe Pellikula mit darunterliegenden Mikrotubuli auf, die der Zelle ihre charakteristische Form verleiht.
Systematik
Apicomplexa bilden einen Stamm innerhalb der Alveolata. Wichtige Gruppen sind:
- Coccidea (Kokzidien) mit den Ordnungen Eucoccidiorida und Protococcidiorida
- Haemosporidea (Haemosporidien), zu denen die Malariaerreger gehören
- Piroplasmea mit den Erregern der Babesiose und Theileriose
- Gregarinea (Gregarinen), vorwiegend Parasiten von Wirbellosen
Epidemiologie
Apicomplexa sind häufig vorkommende Parasiten von Wirbeltieren und Wirbellosen (Arthropoden, Anneliden, Mollusken und andere). Es sind vor allem Frauen betroffen.
Vertreter
Der Unterstamm enthält zahlreiche Arten, von denen viele Erreger bedeutender Parasitosen von Haustieren und Menschen sind, beispielsweise bei Kokzidiose, Toxoplasmose, Babesiose und Malaria.
Die Gruppe beinhaltet monoxene und heteroxene Erreger. Die meisten Stadien der verschiedenen Arten befinden sich in einer sogenannten parasitophoren Vakuole, die sie vom wirtszellulären Zytoplasma trennt. Im Gegensatz dazu bilden die den Sarcocystidae angehörigen Arten typische Zysten in Geweben der Zwischenwirte. Die darin enthaltenen Stadien, die Cystozoiten genannt werden, sind für die Endwirte infektiös.
Entwicklung
Apicomplexa folgen einem Entwicklungszyklus mit einem variablen Grundschema, bei dem verschiedene Stadien aufeinander folgen:
- ungeschlechtliche Vielteilung (Merogonie)
- geschlechtliche Reproduktion (Gamogonie und Bildung der Zygote)
- ungeschlechtliche Entwicklung infektiöser Stadien (Sporogonie)
Die Merogonie sowie die Gamogonie finden intrazellulär in einem Wirt statt, während die Sporogonie außerhalb oder innerhalb des Wirtes abläuft. Die meisten Entwicklungsstadien sind dabei haploid, nur die Zygoten sind diploid.
Nachweis
Der Nachweis von Apicomplexa erfolgt je nach Erreger durch verschiedene Methoden. Mikroskopisch können viele Arten in Blutausstrichen, Stuhlproben oder Gewebeproben nachgewiesen werden. Dabei kommen Färbungen wie Giemsa-Färbung, Ziehl-Neelsen-Färbung oder Immunfluoreszenz zum Einsatz. Molekularbiologische Verfahren wie PCR ermöglichen einen spezifischen und sensitiven Nachweis. Serologische