Amelogenesis imperfecta
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LoslegenDefinition
Als Amelogenesis imperfecta bezeichnet man eine Gruppe von genetisch bedingten Entwicklungsstörungen des Zahnschmelzes, bei denen es zu einer Veränderung der Schmelzstruktur an einer oder mehreren Zahnflächen kommt.
Formen
Die drei häufigsten Formen der Amelogenesis imperfecta sind der Typ I, II und III. Kombinationen der verschiedenen Formen sind ebenfalls möglich.
Amelogenesis imperfecta Typ I (Hypoplastischer Typ)
Der Zahnschmelz ist sehr dünn bzw. fehlt komplett. Die Oberfläche des Schmelzes ist glatt bis rau und kann Vertiefungen oder Rillen aufweisen. Stellenweise zeigen sich beim hypoplastischen Typ auch unbetroffene Schmelzareale. Die Härte des Zahnschmelzes bleibt unverändert. Die Zahnfarbe kann normal, weiß bis gelb bzw. braun sein.
Amelogenesis imperfecta Typ II (Hypomaturierenstyp)
Bei dieser Form bleibt die Dicke des Zahnschmelzes unverändert. Der Zahnschmelz ist jedoch weicher als normal, wodurch es zum beschleunigten Verlust von Zahnschmelz durch Abnutzung kommt. Im Röntgen weist der betroffene Schmelz eine ähnliche Dichte wie Dentin auf. Die Zähne haben eine weiße bis gelbliche Farbe.
Amelogenesis imperfecta Typ III (Hypokalzifikationstyp)
Der Zahnschmelz ist von normaler Dicke, ist jedoch sehr weich. Die betroffenen Zähne sind kreideweiß bis gelb-braun. Im Verlauf ist ebenfalls eine braune bis schwarze Zahnfarbe möglich.
Literatur
- Baum. Genetische Grundlagen der Amelogenesis imperfecta- Mutationsfrequenzen und Genotyp-Phänotyp-Korrelationen, Dissertation
- Schaffner et al. - Amelogenesis imperfecta, Schweizer Monatsschrift Zahnmedizin, abgerufen am 20.01.2022
- van Waes et al. Farbatlanten der Zahnmedizin: Kinderzahnmedizin, Thieme Verlag, 2001