Akrolentiginöses Melanom
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LoslegenDefinition
Hintergrund
Das akrolentiginöse Melanom wurde erst in den 1970er-Jahren als vierte eigenständige Tumorentität von den anderen Melanomtypen abgegrenzt. In Deutschland machen akrolentiginöse Melanome etwa 4% aller Melanome aus.
Klinik
Das akrolentiginöse Melanom tritt definitionsgemäß an der Handinnenseite und an der Fußsohle auf oder ist subungual lokalisiert. Es wird meistens erst spät erkannt, d.h. bei einer Tumordicke von über 1,5 mm. Bei subungualer Lokalisation bestehen besondere diagnostische Schwierigkeiten, da der Befund unter der Nagelplatte schwerer zu beurteilen ist bzw. übersehen werden kann.
Die Klinik entspricht grundsätzlich der des malignen Melanoms. Das ALM manifestiert sich als unregelmäßige, unscharf begrenzte makulöse Hautveränderungen mit fleckigen, braun-schwarzen Farbschattierungen. Initial ist die Ausbreitungsrichtung horizontal, später vertikal. Das ALM kann eine Schuppung aufweisen. Aufgrund mechanischer Irritation kommt es häufig zu oberflächlichen Erosionen oder Ulzerationen.
Bei subungualer Lokalisation kann eine Melanonychie entstehen, d.h. eine melanozytenbedingten Schwarzfärbung des Nagels. Im Spätstadium ist eine Ablösung der Nagelplatte (Onycholyse) möglich.